Europa - Donnerstag, Februar 21, 2008 15:53

Island

In Deutschland wäre man wohl ziemlich überrascht, würde plötzlich heißes Wasser aus dem Boden schießen; für Island jedoch sind solche Geysire nicht nur normal, sie gelten als typisch für das Land. Nach einer Studie, die der Sozialpsychologe Adrian White (Universität Leicester) initiierte, gehören die Isländer zu den glücklichsten Menschen der Welt. Dieses Land muss irgendetwas Besonderes haben.

Obgleich es am Polarkreis liegt, sorgt der Golfstrom für annehmbare Temperaturen, die mitunter auch 20 Grad Celsius erreichen können. Die ca. 312.000 Menschen, die hier leben, teilen das Land mit Polarfüchsen, mit Robben und zahlreichen Vögeln, das Meer mit Walen. Touristen kommen mit Kreuzfahrtschiffen, mit dem Flugzeug, und bleiben mitunter nur kurz, oft genug aber auch Wochen. Reiter erkunden — nicht allein auf den berühmten Islandpferden — das Land; Trekkingfreunde bestaunen die tiefen Fjorde, die Mitternachtssonne oder das Polarlicht in Nordisland, die vielen Gletscher oder die Einsamkeit im isländischen Hochland.

Vulkane haben viele Teile der Landschaft geprägt, die Lava schuf Skulpturen, die dem Kopf kühner Surrealisten entsprungen sein könnten. Rau ist das Land, dessen Hauptstadt Reykjavik nur etwas über 100.000 Einwohner hat und im Nationalmuseum Kunstwerke isländischer Kultur zeigt. Man wird genügsam, bescheiden in Island, angesichts der gewaltigen Natur. Vielleicht ist das der Schlüssel zur Zufriedenheit der Isländer?



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