Singapur – Die saubere Metropole Asiens
Singa Pura – Löwenstadt, so taufte der indische Prinz Nila Utama gegen Ende des 13. Jahrhunderts das von ihm entdeckte Küstendorf an der Südspritze Malaysias. Das Dorf entwickelte sich aufgrund seiner günstigen geografischen Lage an der Malakka-Seestraße im Laufe der nächsten Jahrhunderte zu einem Handelsstützpunkt für siamesische, indische, javanische und malaiische Kaufleute.
Im Jahre 1819 wurde der zu jener Zeit 300 Einwohner zählende Ort schließlich Kronkolonie Großbritanniens. 100 Jahre später, im Jahre 1911, leben bereits 250 000 Menschen aus 48 verschiedenen Volksstämmen im zur Stadt gewordenen Singapur. Heute, nach dem Ende der britischen Kolonialzeit, zählt der Stadtstaat Singapur über 4 Mio. Einwohner. Tendenz steigend. Wirtschaft und Handel boomen bis heute. Noch immer ist Singapur eine Vielvölkerstadt.
77 Prozent der Einwohner stammen ursprünglich aus China, 14 Prozent aus Malaysia und 8 Prozent aus Indien. Eine wirkliche asiatische Metropole also, in der Buddhisten, Moslems, Hindus und Christen friedlich nebeneinander leben. Aus jeder der in der Stadt ansässigen Religionen wurden zwei für ganz Singapur geltende jährliche Feiertage bestimmt. So wird niemand mit seinem Glauben benachteiligt. Aufgrund seiner kolonialen Vergangenheit ist Singapur auch für Europäer schnell erkundbar. Englisch wird überall verstanden und auch in den mannigfaltigen Lokalitäten der Stadt ist die Speisekarte oftmals in mehreren Sprachen erhältlich.
Die Stadt boomt nicht nur als Herstellungsort für technische Geräte, Kleidung und Spielzeug, sondern lädt mit ihren täglich von 10 bis 22 Uhr geöffneten Shoppingmalls auch zum Shoppen und Luxus genießen ein. Aufgrund des heißen Tropenklimas kann ein Stadtbummel zu einer anstrengenden Angelegenheit werden, die sich aber in jedem Falle lohnt. Hindutempel, Moscheen und Wolkenkratzer wechseln einander ab und zeigen ihren Besuchern schon auf diese Weise die Vielfältigkeit dieser Stadt.
Sauber ist es obendrein, denn von der Regierung wurden hohe Strafen für vergleichsweise harmlose Vergehen wie beispielsweise das Rauchen in öffentlichen Gebäuden verhängt. Auch die Kriminaliätsrate ist erfreulich niedrig, so dass man sich allerorts sicher fühlen kann. Singapur, das heimliche Finanz- und Wirtschaftszentrum Asiens, ist darum sowohl für Asienliebhaber als auch für Neuentdecker in jedem Falle eine Reise wert.