Phuket – Die Insel der Träume
Phuket ist Thailands größte Insel. Mit einer Fläche von 543 km² ist sie die zweitkleinste Provinz des thailändischen Staates und mit ihren 300000 Einwohnern nach der Hauptstadt Bangkok der Landesteil, der die meisten ausländischen Devisen ins Land holt. Jährlich besuchen etwa 4 Mio. Menschen diese Perle in der südostasiatischen Andaman-See. Phuket hat all das zu bieten, was für Europäer wie das Paradies auf Erden wirkt.
Schneeweiße Strände mit Kokospalmen, kornblumenblaues Meereswasser, kleine mit Korallen bewachsene Buchten und bunte Fische prägen das Bild, das sich dem Urlauber bietet. Größte „Stadt“ ist das 70000 Einwohner zählende Phuket Town. Begibt man sich zum Patong Beach, so kann man dort ganze Wälder von Sonnenschirmen und laute Diskonächte erleben. Am Bang Tao Beach lässt sich dagegen eher die Ruhe und Besinnlichkeit der Natur finden. Freundliche thailändische Einheimische begegnen einem überall, viele betend mit Lotosblüten in den Händen. In den buddhistischen Tempeln wird man von orangefarben gekleideten Mönchen gegrüßt. In den kleinen Häfen binden Fischer an ihre Boote bunte Tücher. Sie tun dies, um Unheil von sich und ihren Familien abzuwenden.
Im Inneren der Insel findet man ganze Plantagen von Gummibäumen und viele Zinnminen. Zinn war seit Beginn des 19. Jahrhunderts ein wichtiges Exportgut für die Insel. In Europa wuchs aufgrund der beginnenden Industrialisierung die Nachfrage nach Zinn enorm an. Tausende chinesische Einwanderer kamen daraufhin über Malaysia nach Phuket, um in den Zinnminen zu schuften. Ein Viertel der Einwohnerschaft Phukets ist bis heute chinesischer Abstammung.
Mit dem Zinnpreisverfall in den 1980-Jahren nahm die Zinnförderung auf Phuket ab und schon bald arbeiteten immer mehr Menschen im boomenden Tourismusbereich der Insel. Mit dem Erfolg, dass die meisten von ihnen nicht mehr in Holzhütten, sondern in festen Häusern aus Stein wohnen können und der überwiegende Teil sogar ein Auto besitzt. Am Glück der Inselbewohner hat auch der Tsunami an Weihnachten 2004 nicht viel ändern können. Innerhalb kürzester Zeit waren die Schäden behoben und Gebäude wieder aufgebaut. Es lohnt sich also mehr denn je, einmal die Strände dieser traumhaften Insel zu besuchen.