Asien - Donnerstag, Februar 21, 2008 15:41

Bangkok – Stadt der Engel hinter grauer Fassade

Im Jahre 1782 schuf der damalige siamesische König Rama I. die Grundlage dafür, dass aus dem kleinen Dorf Bangkok am Chao Phraya River eine Weltstadt werden sollte. Er verlegte kurzerhand die Hauptstadt Siams vom vormaligen Thonburi in das bis dahin unbedeutende Dorf und gab dem neuen Regierungssitz Siams den Namen Krung Thep, Stadt der Engel. Im internationalen Sprachgebrauch hat sich zwar für die mittlerweile 6 Mio. Einwohner zählende Hauptstadt des heutigen Thailands der Name Bangkok durchgesetzt. Die Thai selbst aber betiteln ihre Hauptstadt nach wie vor mit ihrem schöneren Namen. Ein Name, der einem so gar nicht einfallen möchte, wenn man vordergründig auf die graue und chaotische Fassade dieser Stadt blickt.

Einer Stadt, die lange Zeit gerade im europäischen Ausland weniger für schillernde Exotik denn für käufliche Erotik bekannt war. Doch lediglich mit Klischeedenken wird man dieser Hauptstadt der Extreme nicht gerecht, in der neben Slumhütten und Buddhaschreinen mit dem Baiyoke Sky Hotel auch das höchste Gebäude Thailands (88 Stockwerke, 309m) zu finden ist. Wenn man sich die Mühe macht, einmal auf die Welt hinter den grauen Steinfassaden, des Verkehrschaos und der Armut zu schauen, indem man einmal die ausgetrampelten Touristenpfade im inneren der Stadt verlässt, so wird man reichhaltig belohnt. Dann entdeckt man ein anderes Bangkok, das in seinen Außenbezirken wie zur Gründerzeit noch immer eine von Kanälen durchzogene und mit grünen Palmen bedeckte Oase ist.

Nahezu alle täglichen Arbeiten werden von den hier Einheimischen per Boot getätigt. Alte Frauen, die Obst und Gemüse auf ihren hölzernen Kanus feilbieten sind ebenso anzutreffen, wie betende buddhistische Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern und grazile Tempel-Tänzerinnen mit Lotusblüten im Haar. Lediglich die Innenstadt Bangkoks glänzt durch ihre hektischen Verhältnisse und den allgegenwärtigen Smog. Draußen vor den Toren des grauen, finsteren Molochs kann man noch immer die Ruhe und den Einklang von Mensch und Natur genießen. Lassen Sie sich von der kalten Fassade der Stadt darum keinesfalls abschrecken, sondern gehen sie auf Entdeckungstour. Nur so bekommen Sie einen Eindruck von dem wirklichen, dem ‘wahren’ Bangkok.



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