Thermokamera
Die Thermokamera ist auch eine Wärmebild- oder Infrarot - Kamera. Sie wird von unterschiedlichen Herstellern mit abweichenden Gehäuseformen, verschiedenartiger technischer, optischer und elektronischer Ausstattung und speziellen Leistungsparametern angeboten. Sie gehört in den Bereich der Messtechnik für die sogenannte Infrarotsensorik. Dabei werden zwischen Einsteiger - Thermokameras und verschiedenen High - End - Systemen unterschieden.
Moderne Wärmebildkameras beruhen vorrangig auf der sogenannten Ein - Hand - Bedienung, was für den Anwender sehr komfortabel ist. Die integrierten Elemente einer Wärmebildkamera sind zunächst ein sogenannter Strahlungsdetektor. Dieser wandelt die vom Objektiv absorbierten Bildinformationen in ein elektrisches Signal. Dieses Signal wird in entsprechende Bildpunkte umgesetzt, welche auf dem Foto zum Ausdruck gelangen. Das bei dieser Funktionsweise genutzte physikalische Grundprinzip ist dadurch gekennzeichnet, dass Gegenstände sowohl von Wärme als auch von Kälte umgeben sein können, welche auch deren Umgebung unmittelbar beeinflusst. Die Temperaturen treten in Form einer elektromagnetischen Strahlung auf, welche in direktem Zusammenhang mit der infraroten Strahlung und deren Spektrum steht.
Die Thermokamera arbeitet dabei in einem spektralen Bereich von 760 nm bis 1 mm Wellenlänge. Sie erfasst die verschiedenen Abstufungen und gibt diese in farblichen Darstellungen auf dem entsprechenden Wärmebildfoto aus.Durch die heute erzielten hohen Auflösungen und die detailgetreue und realistische Abbildung werden Thermokameras in der Medizin, der Energie- und Gebäudetechnik, in der Prozessanalytik und der Umwelttechnik als hochwertiges technisches Hilfsmittel eingesetzt. Gerade in der Bautechnik lassen sich Oberflächenfeuchte und undichte Gebäudestellen mit einer Thermokamera optimal ermitteln.