Infrarotkamera
Die Infrarotkamera ist auch als sogenannte Wärmebildkamera oder Thermografie - Kamera bekannt. Sie wird in den verschiedenen Einsatzbereichen auf Grund ihrer besonderen Arbeitsresultate eingesetzt. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Kamera, welche auf der Basis von einfallendem Licht arbeitet, das im Inneren des Gerätes durch optische und elektronische Bauteile transportiert und auf einem Papier gebannt wird, arbeitet eine Infrarotkamera mit der Aufnahme von infraroten Strahlen.
Beim Einsatz einer herkömmlichen Kamera werden Fotos erzeugt, welche Motive sowohl in einer Schwarz - Weiß - Abbildung als auch in bunter Form umsetzen.
Das Resultat einer Infrarotaufnahme besteht ebenfalls in einer fotografischen Darstellung, welche sich jedoch aus flächenhaften Färbungen zusammensetzt. Da die Aussendung von infrarotem Licht unmittelbar zusammenhängt mit der thermischen Beschaffenheit, können diese Eigenschaften eines Gegenstandes oder einer Umgebung dargestellt werden. Zur Deutung eines Wärmebildfotos stellen die blauen und grünlichen Farben kühlere oder kalte Temperaturbereichen dar. Im Gegensatz dazu werden gelbe, orange und rote Farben für eine hohe Temperatur oder warme Temperaturen angenommen. Diese Farben entsprechen dem Farbspektrum von infrarotem Licht in einem Wellenbereich von 0, 7 bis 1000 Mikrometer.
Die Wärmebildkamera hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen in Hinsicht auf die umweltgerechte und effiziente Nutzung von Heizanlagen. Um möglicherweise Heizdefizite durch Schäden an Gebäuden festzustellen, werden Fotos mit der Infrarotkamera erzeugt. Eine ähnliche Funktionsweise wie bei der Infrarotkamera wird auch in medizinischen Bereichen zur Darstellung von Krankheitsherden genutzt. Auch bei militärischen Einsätzen werden vielfach Thermobild - Kameras mitgeführt.