Dolce Gusto
Bei dem Begriff „Dolce Gusto“ handelt es sich um die Bezeichnung eines bestimmten Kaffeekapselsystems, d.h. eines Kaffeesystemes, das ähnlich der Kaffeepadsysteme mit einzelnen Kaffeekapseln arbeitet. Hierbei wird eine Tasse Kaffee aus einem vom Hersteller in Einzelportionen verpackten Kapseln gefüllt mit Kaffeepulver gekocht. Im Unterschied zu den Kaffeepadsystemen enthält das Kapselsystem Dolce Gusto zudem die Funktion der zusätzlichen Milchzubereitung, z.B. für Latte Macciato oder Cappucchino, die mittels einer im Produkt enthaltenen Milchkapsel erfolgt.
Die Herstellung des Kaffees erfolgt mittels eines Drucks von 14 Bar.
Das Kaffeesystem Dolce Gusto entstammt der Zusammenarbeit der Firmen Krups und Nestlé und wurde erstmals im Oktober 2006 eingeführt. Die Kaffeekapselmaschinen sind in vier Farben erhältlich, die Kaffeevariationen in zehn verschiedenen Geschmacksrichtungen.
Das Gerät wird mit der üblichen Garantie von zwei Jahren vom Hersteller angeboten.
Die einfache Handhabung der fertig portionierten Kaffeezubereitung erleichtert die Herstellung kleinerer Mengen Kaffee für den Privatbedarf. Zudem ist eine größere Variation an Geschmackrichtungen möglich, da eine Packung Kapseln (vom Hersteller) sechszehn Stück enthält, man also kleinere Mengen Kaffee kauft und somit mehrere verschiedene Sorten parallel verwenden kann, ohne dass der Kaffee verfällt.
Deutliche Nachteile liegen in dem sogenannten „Price capturing“. Dies bedeutet, dass die Folgekosten (d.h. der Kauf der Kaffeekapseln) nach Anschaffung des Gerätes im Vergleich zum Erwerb von normalem Kaffee um ein Deutliches höher liegen. In der Regel entsteht jedoch nach einiger Zeit ein größerer Wettbewerb in der Herstellung von Folgebedarf, so dass die Kapseln bald auch von anderen Firmen zu niedrigeren Preisen angeboten werden dürften. Noch sind sie jedoch nur beim Hersteller erhältlich.
Zudem benötigt jedes Kapselystem eine andere Art von Kaffeekapseln, d.h. für die Dolce Gusto Geräte können keine Kaffeekapseln anderer Systeme verwendet werden.
Schließlich fällt auch der sich aus den Verpackungen der Kaffeekapseln ergebende Müll negativ auf.
